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Was sind automatische Gedanken? Beispiele aus dem Alltag

Automatische Gedanken sind kurze Kommentare, Deutungen oder Bilder, die uns in einer Situation rasch durch den Kopf gehen. Manchmal bemerken wir zuerst, dass sich unser Gefühl verändert. In der kognitiven Verhaltenstherapie kann der Blick auf solche Momente helfen, die persönliche Bedeutung eines Erlebnisses zu verstehen. Für den Anfang reicht es, den Gedanken wahrzunehmen. Du musst ihn nicht sofort verändern.

Pofuna-Redaktion · Veröffentlicht:

Allgemeine Bildungsinformation, mit KI-Unterstützung erstellt und nicht klinisch geprüft. Keine individuelle Beurteilung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Redaktionsgrundsätze (Englisch) →

Sind automatische Gedanken immer negativ?

Du siehst deinen Schlüssel und denkst: „Den stecke ich in die Tasche.“ Auch „Das kann ich“ bei einer vertrauten Aufgabe kann ganz von selbst auftauchen. „Automatisch“ beschreibt, dass ein Gedanke schnell und ohne viel bewusste Anstrengung entsteht. Das Wort sagt für sich genommen weder etwas über seine Richtigkeit aus noch weist es auf eine psychische Erkrankung hin.

Zum Nachdenken kannst du einen Moment auswählen, in dem ein schwieriges Gefühl oder eine Handlung auftauchte, mit der du unzufrieden bist. Notiere den Gedanken so, wie du ihn erinnerst. Dass er dir durch den Kopf ging, macht ihn noch nicht zur Tatsache. Wahrnehmen und Prüfen dürfen getrennte Schritte sein.

Centre for Clinical Interventions — The Thinking-Feeling Connection (PDF) ↗

Ereignis, Gedanke, Gefühl und Verhalten auseinanderhalten

Ein erfundenes Beispiel: Du bist zum ersten Mal in einem Zeichenkurs und bittest die Kursleitung, einen Schritt noch einmal zu zeigen. Das ist das Ereignis. „Ich bin hier am unbegabtesten“ könnte der automatische Gedanke sein. Scham ist ein Gefühl, Wärme im Gesicht eine Körperempfindung. Die nächste Frage für dich zu behalten, ist eine Handlung. Alles hängt zusammen; getrennt aufgeschrieben wird aber deutlicher, was du betrachten möchtest.

In „Ich fühle mich unfähig“ steckt möglicherweise auch ein Urteil über dich. Unter Gefühl könntest du „beschämt“, unter Gedanke „Ich bin unfähig“ notieren. Gefühle entstehen nicht allein durch Gedanken. Auch dein Körper, deine Lebensumstände und andere Einflüsse spielen eine Rolle. Die Kursszene ist frei erfunden.

Was, wenn ich den Gedanken nicht finde?

Geh zu einem kleinen Moment zurück, in dem sich dein Gefühl verändert hat. „Was habe ich mir da gesagt?“, „Was bedeutete das für mich?“ oder „Was erwartete ich?“ können hilfreiche Fragen sein. Vielleicht kommt nur „Das schaffe ich nicht rechtzeitig“ statt einer ausführlichen Erklärung. Auch ein inneres Bild ist möglich. Beschreibe dann mit eigenen Worten, was darin zu sehen war.

Du musst keine Lücke mit einer Vermutung füllen. „Den Gedanken habe ich nicht gefunden; ich war angespannt und bin hinausgegangen“ ist eine ehrliche Notiz. Vielleicht erinnerst du dich später, vielleicht bleibt es dabei. Du brauchst weder jeden Augenblick zu beobachten noch für jeden Gedanken einen Fachbegriff zu finden.

Was kann ich mit der Beobachtung anfangen?

Im Kursbeispiel ist „Ich habe um eine Wiederholung gebeten“ eine Beobachtung. „Ich bin am unbegabtesten“ geht weit darüber hinaus. Für einen ersten Eintrag kann es reichen, das zu trennen. Wenn du weiter hinschauen möchtest, halte fest, was du weißt und was offen ist: Du lernst etwas Neues und kennst die Vorerfahrung der anderen nicht. Ein nächster Schritt könnte sein, die unklare Stelle genauer zu benennen.

In einem Gedankenprotokoll lassen sich Ereignis, Gefühl, erste Deutung und vorhandene Informationen nebeneinanderstellen. Wie du diese Informationen abwägst und eine ausgewogene Antwort formulierst, beschreibt unser gesonderter Leitfaden. Aus jedem Eintrag muss keine lange innere Diskussion werden. Mach eine Pause, wenn das Schreiben dich stärker belastet. Bei Schwierigkeiten, die deinen Alltag beeinträchtigen, kannst du dir fachliche Unterstützung suchen.

Quellen und weiterführende Informationen

Die Quellen sind auf Englisch. Erläuterungen und erfundene Beispiele stammen von Pofuna; eine Bestätigung durch die genannten Organisationen ist damit nicht verbunden.

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