Wenn es nicht perfekt wird, lohnt es sich dann überhaupt?
Alles-oder-nichts-Denken lässt nur zwei Ergebnisse zu: makellos oder wertlos. In der KVT wird es auch Schwarz-Weiß-Denken genannt. Eine teilweise erledigte Aufgabe wirkt dann womöglich wie gar kein Fortschritt. Dabei kann auch ein unvollständiges Ergebnis nützlich sein.
Pofuna-Redaktion · Veröffentlicht:
Allgemeine Bildungsinformation, mit KI-Unterstützung erstellt und nicht klinisch geprüft. Keine individuelle Beurteilung, Diagnose oder Behandlungsempfehlung. Redaktionsgrundsätze (Englisch) →
Mehr als zwei Möglichkeiten finden
Du erledigst drei von fünf geplanten Aufgaben. „Heute habe ich nichts geschafft“ blendet die drei erledigten aus. Die Liste ist noch nicht fertig, und du bist vorangekommen. Beides kann gleichzeitig stimmen. Für die Planung des nächsten Tages ist diese vollständige Beschreibung hilfreicher.
Centre for Clinical Interventions — Unhelpful Thinking Styles (PDF) ↗
Erfundenes Beispiel: kurz lernen
Jonas lässt seine Sprachübung ausfallen, weil die geplanten zwei Stunden fehlen. Fünfzehn Minuten Wiederholung wären möglich, zählen für ihn aber nicht. Ein anderes Ziel könnte sein: „Heute wiederhole ich ein Thema mit der verfügbaren Zeit.“ Das bedeutet nicht, jedes Ziel zu verkleinern, sondern eine weitere Option einzubauen.
Vorher festlegen, was genügt
Frage vor dem Beginn: „Wie sähe heute eine brauchbare erste Fassung aus?“ Bei einem Text reichen vielleicht zunächst Überschriften. Der Maßstab sollte zu Zweck und Zeit passen. Notwendige Sicherheitsregeln oder fachliche Kontrollen sind etwas anderes und werden dadurch nicht beliebig.
Den Satz dazwischen formulieren
„Es war nicht perfekt, und Teile davon haben funktioniert.“ Passe den Satz an ein Ereignis an und benenne sowohl das Fehlende als auch das Gelungene. Weniger als hundert Prozent Abschluss macht deinen Einsatz nicht zu null. Das Beispiel ist erfunden. Belasten dich starre Erwartungen regelmäßig, kannst du darüber mit einer Fachperson sprechen.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Quellen sind auf Englisch. Erläuterungen und erfundene Beispiele stammen von Pofuna; eine Bestätigung durch die genannten Organisationen ist damit nicht verbunden.